Im Bereich der Strömungsmechanik und Strömungsmessungen setzen wir die
Particle-Image-Velocimetry (PIV) -Methode ein. PIV ist ein berührungsloses optisches Verfahren zur Vermessung eines Strömungsfeldes und zur Bestimmung von Geschwindigkeitsfeldern.
Dabei wird Mittels einer Lichtschnittoptik ein gepulster Laser zu einer Lichtebene aufgespannt. Die Strömung wird mit winzigen Partikeln geimpft, die im Laserblitz aufleuchten. Mit einer speziellen Digitalkamera werden in kurzem Zeitabstand (im Millisekundenbereich) zwei Bilder aufgenommen. Der Messrechner wertet die Partikelbewegungen aus und ermittelt so die Strömungsgeschwindigkeiten innerhalb der Messebene.
Bei PIV handelt es sich um ein
optisches Messverfahren, d.h. die Strömung wird während der Messung nicht gestört. PIV erfordert eine optische Zugänglichkeit zum Messbereich (Fensterbereiche, transparente Bauteile).
Das Verfahren ermöglicht die Momentaufnahme einer Strömung und eine zeitnahe Auswertung des Strömungsfeldes in einem ebenen Bereich.
Die Messtechnik eignet sich für
Bauteile mit strömungstechnischem Charakter, u.a. für Produkte aus der Klimatisierung (z.B. Seiten- und Mitteldüsen im Fahrzeug), Hausgeräte (z.B. Trockner, Staubsauger, Föhn) oder im Bereich der Aerodynamik (z.B. Fahrzeugumströmung im Windkanal).
PIV in der Praxis: Strömungsmessungen an einer Mitteldüse